Der Nähboom ist keine neue Erfindung sondern tritt wohl immer wieder auf. Auch meine Mama und ihre Generation waren im Näh- und Strickfieber. So hatte auch ich genähte Kordhosen in pink und orange, gestrickte Pullis mit Schneemännern drauf und selbst geschneiderte Kostüme zu Fastnacht.
Meine Mama nähte auf einer Pfaff Hobby 721.
Und eben mit dieser fing alles an.
Ich hörte schon öfter die Bemerkung: "Willst du nicht mal schauen, ob du mit Mamas alter Nähmaschine klar kommst, dann könntest du unsere Hosen kürzen...." Aber, oh Gott, nein... Das ist doch total uncool, ich soll nähen, haha...
Hätte mir da jemand gesagt, dass es mal mein liebstes Hobby wird, mein Lachen hätte man bis in die nächste Stadt gehört.
Dann bekam ich zur Geburt unseres Sohnes von einer lieben Cousine eine Zwergenmütze geschenkt, Marke Hand Made. Die war ja sooooo süß.
Dann, als Sohnemann in den Kindergarten kam, sah ich immer mehr Kinder mit Marke Hand Made und ich beschloss, so einen tollen Loop brauch ich auch und Sohnemann eine Halssocke und außerdem brauchen wir noch ein Weihnachtsgeschenk für das Patenkind.
So fand ich mich bei der lieben Simone von "Von Mäusen und Nähten" wieder. Der Wahnsinn was sie alles zaubert!!
Tja und dann kam, was kommen musste. Mir viel ein, dass die Nähmaschine meiner Mama, von mir ab sofort "die alte Emma" getauft, noch im Keller stand und man sie ja mal testen könnte.
So hatte ich dann kurz vor Weihnachten, die wahnwitzigen Idee, meinen Schwiegereltern zum Weihnachtsgeschenk einen passenden Schlüsselanhänger zu nähen. Aus Flies und Webband.
Davor habe ich, wie im Internet gelesen, auf Papier und ohne Faden versucht gerade Linien zu "nähen" und aufgemalten Kreisen nach zu fahren. Naja, ich dachte: "Au fein, das macht Spaß, dass muss funktionieren."
So saß ich da, kurz vor Weihnachten, hatte mir in den Kopf gesetzt diesen Schlüsselanhänger zu nähen.... Ach ja, was habe ich geflucht, nichts ging, der Faden riss, machte Knoten und als ich es fast geschafft hatte ging gar nichts mehr. Ein riesen Fadenknäuel irgendwo in der Maschine und nichts ging mehr, noch nicht einmal das Handrad. Nähkarriere beendet.
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| Die alte Emma! |
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| Der erste Versuch!! |
Also hieß es, die Feiertage abwarten und dann einen Laden suchen, in dem ich sie warten und reparieren lassen kann. In Gedanken habe ich schon einmal überlegt mir eine neue zu kaufen, falls Emma nicht mehr in Gang gesetzt werden kann.
Wann das dann für mich als beschlossen galt, kann ich gar nicht mehr sagen....
Emma kam also aus der Reparatur und ich versuchte es weiter, mit ener Halssocke für mich und oben zu sehender Eule.
Ich meldete mich im Januar zu meinem ersten Nähkurs bei Mademoiselle Pfingstspatz, alias Marina Reinert im "Ladencafé Extrawurst"an. Dort stellte sich aber bald heraus, dass Emma trotz Wartung ihre besten Zeiten gesehen hat. Sie machte so ein bischen was sie wollte, sowohl mit der Fadenspannung als auch mit der Wahl der eingestellten Stiche. Also auf Dauer kein Zustand und mein grünes Licht, mich nach einer neuen umzusehen.
Schnell war klar, wenn dann richtig und so durfte zu meinem Geburstag (eigentlich einen Monat früher, weil ich ein Waaaaaahnsinns Angebot bekam) meine "neue Susi" einziehen.
Eine Brother InnovIs 955 mit Stickeinheit!
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| Die neue Susi! |
Was nun, es vergingen Wochen und ich dachte schon, ich bekomme sie gar nicht wieder. Ein neuer Versuch mit der alten Emma brachte mich zu der Erkenntnis, auch für die Zeiten, wenn Susi in Wartung geht, brauche ich eine Ersatzmaschine, denn Wochen ohne Nähmaschine, das war jetzt bereits unvorstellbar. Wie es das Schicksal wollte, gab es gerade auf einer großen bekannten Shoppingplattform mit dem großen A..... eine W6 im Angebot. Keine computergesteuerte, sondern eine robuste Dame. Sie sollte Agathe heißen.
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| Die robuste Agathe! |
Im April folgte dann mein 2. Nähkurs bei Marina, mit der alten Truppe vom 1. Kurs, um ein paar Feinheiten auszubauen und mir ein paar Dinge zeigen zu lassen, die ich so über Internet nicht so gut lehrnen konnte.
Seit dem versuche ich mich immer wieder an neuen Dingen und habe eine regelrechte Stoffsucht entwickelt.
(Mein Mann fand es da ganz passend, dass ich um diese zu befriedigen auf einen Holländischen Stoffmarkt fahre. :-)..)
Schnell war für mich auch klar, dass ich meinen selbstgemachten Sachen auch ein Logo verpassen will, einen Namen haben will.
Und der war auch schnell gefunden!
Als ich meine Leidenschaft für das Nähen fand, erfuhr ich erst, dass meine Oma Siska nicht nur einfach so genäht hat, sondern gelehrnte Schneiderin war. Da ich auch ihren Namen trage (Ich bekenne mich zu Sonja Franziska Maria.) lag es nahe ihr dieses Hobby zu widmen. Leider durfte ich sie nicht richtg kennenlehrnen, denn sie starb bereits, als ich noch klein war!
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| Meine Oma Siska, in der Lehre! |
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| Das erste Logo zum Aufnähen. |
Inzwischen hat das Logo seine eigene Gestalt angenommen, ich habe erst eine Facebookseite und dann diesen Blog begonnen, einfach um selbst zu sehen und zu behalten, was ich so mache und um es mit denen zu teilen, die es interessiert was ich so mache. Ich lasse mich ja auch von anderen Blogs inspirieren.
Fast ist die Geschchte bis hier erzählt.
Dann kam Weihnachten und die Frage, was wünsche ich mir.
Eignetlich ja eine Overlock, oh ja, das wäre der Traum.... Aber leider fehlt es mir da noch etwas an Platz... Ja schlichtweg der Platz....
Und da ein Plotter weniger Platz braucht und besser verstaut werden kann, habe ich mir dann zu Weihnachten einen Plotter gewünscht und der Silhouette Cameo zug bei mir ein.
By the way, er hat noch gar keinen Namen. Oder ist es eine sie?? Da muss ch mr noch etwas enfallen lassen, bisher kamen die Namen ja eher spontan zu stande.
Also wer eine passende Idee hat, immer her damit.
So kam ich zum Nähen, Sticken, Plottern, zu meinem Namen.
Ich bin gespannt, wo mich das alles noch hinführen wird, ob ich meine großen Projekte dieses Jahr gut hinbekomme und freue mich, dass Ihr mich dabei begleitet.
Eure Siska









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